Akute Augenbeschwerden? Rufen Sie uns bitte zuerst an – wir sagen Ihnen, wohin Sie kommen sollen.0208 826870Was tun im Augennotfall?
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Augenerkrankung

Kurzsichtigkeit bei Kindern (Myopie)

Kurzsichtigkeit bedeutet: In der Ferne sieht das Kind unscharf, in der Nähe meist besser. Meist ist das Auge zu lang, sodass das Bild vor der Netzhaut entsteht. Myopie beginnt oft im Schulalter und kann im Wachstum zunehmen.

Anatomische Illustration: Vergleich eines normal geformten Auges mit einem verlängerten, kurzsichtigen Auge

Schematische Illustration zur Erklärung – ärztliche Freigabe erforderlich.

Warum das wichtig ist

Je früher Myopie beginnt, desto stärker kann sie im Laufe der Jahre zunehmen. Eine höhere Kurzsichtigkeit erhöht später das Risiko für Netzhautschäden, Glaukom und andere Augenerkrankungen.

Was das Fortschreiten begünstigt

Wenig Zeit im Freien, viel Naharbeit an Handy, Tablet oder Buch, kurzer Leseabstand, seltene Sehpausen und familiäre Veranlagung.

Was hilft

Täglich möglichst zwei Stunden Tageslicht draußen. Sehpausen nach der 20-20-20-Regel: alle 20 Minuten für 20 Sekunden in die Ferne schauen. Leseabstand etwa 30 bis 40 Zentimeter bei guter Beleuchtung. Und regelmäßige Kontrollen von Sehschärfe und Verlauf.

Realistisches Ziel

Ziel ist nicht die sofortige Heilung, sondern das Fortschreiten zu bremsen. Welche Option sinnvoll ist, hängt von Alter, Stärke und Verlauf ab – das besprechen wir individuell und begleiten Ihr Kind über die Jahre.

Typische Beschwerden

  • Das Kind kneift die Augen zusammen
  • Bücher oder Tablet werden sehr nah gehalten
  • Die Tafel wird schlecht gesehen
  • Klagen über Kopfschmerzen oder müde Augen
  • Das Kind wirkt in der Ferne unsicher

Kinder vergleichen nicht – sie halten ihr Sehen für normal. Auffälligkeiten fallen deshalb oft zuerst in der Schule oder beim Sport auf.

Wie wir untersuchen

Sehschärfenprüfung, genaue Bestimmung der Brillenwerte – meist mit Augentropfen – sowie Kontrolle von Augenstellung und Netzhaut. Im Verlauf prüfen wir, wie stark die Kurzsichtigkeit zunimmt.

Wie wir behandeln

Passende Brillengläser oder spezielle Myopie-Management-Brillengläser, in geeigneten Fällen spezielle Kontaktlinsen oder Orthokeratologie, niedrig dosiertes Atropin nach augenärztlicher Empfehlung – immer mit regelmäßigen Fachkontrollen.

Zur passenden Behandlung →

Wann Sie zügig handeln sollten

Nimmt die Stärke in kurzer Zeit deutlich zu oder klagt Ihr Kind über Lichtblitze und Schatten, bitte zeitnah vorstellen.

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Redaktion: Augencentrum Mülheim · Stand 07/2026